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Ödenburg und seine Stadtdörfer
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| Der Ähnl und die heutige Wölt |
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Wenn unser Ähnl aufstehn tät
Und sehn, wias in der Wölt heut geht, der kennert si schon goar nit aus. Die Leut leben heut in Saus und Braus. Fettes Fleisch wollns goar nit essen,
auf mogres seins nur meist vasessn und schiabn as Schmolz und a den Speck als "gesundheitsschädlich" meistens weg. A Auto steht in jedem Haus
Und drinnen hobns an Büdlkosten, a Traktorviech stott gscheidi Ochsn foahrt ums droschne Körndl aus. Des Stroh hobns eh in Strohsock tan,
heut zündn sie´s am Föld draußt an. Kua Jungi will a Bäuarin werdn
Und vüle Burschen gehen wai d`Herrn Am Freitog aus und haun des Göld So furt, wanns am Montog föhlt. Ban Göld ausgebn tuit kuana spoarn, nur Kinder werdn fost kua geboarn. Man muiß sich frogn, wia solche Eltern Des Land von morgen werdn bevölkern. Viel produzieren, Wohlstandsparole,
man frogt nit, wia die Woaren olle so wenig Menschen kaufn könnten – und – wer später zohlt die Renten. So wird holt friacha oder später
Von die modernen Menschen jeder Zu der Erkenntnis kommen, man holt sich vielfoch falsch benommen. Denn: s föhlt ba de modernen Leut Bescheidenheit – Zufriedenheit! Wann des der Ähnl so müaßt sehn,
der könnt die Wölt heut nit verstehn und steigert wieder schnöll hinob zur ew´gen Ruah – ins kolte Grob. Autor: Johann Erhardt
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