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Ödenburg und seine Stadtdörfer
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| Nach 20 Jahren |
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| Geschrieben von: Walter Rossmann | ||||||||||||||
Der Grenzposten-Stützpunkt zwischen Sopron und Klingenbach Vor einigen Tagen besuchte ich ein ehemals markantes und respektheischendes Gebäude, welches in etwa in der Mitte der Strecke Ödenburg-Klingenbach stand. Hier waren die Grenzsoldaten stationiert, die die Patrouillen entlang der Grenze absolvierten, hier wurden auch, aufgehalten von einem eisernen Grenzbalken, Fahrzeuge - aus Ödenburg kommend - kontrolliert. Denn man fuhr ja hier im sogenannten Sperrgebiet – die Straße zur österreichischen Grenze war ja nur ein schmaler Korridor, auf dem man sich bewegen durfte. Ein Abweichen wurde als Grenzverletzung angesehen und bestraft. Nun, was ich vorfand, kann man nur mit einem Wort wiedergeben: Ruine! Das ehemals so angsteinflößende Haus war verfallen, Fensterscheiben zerbrochen, die Haustüren hatten schon lange andere Interessenten gefunden – es war alles kaputt, verwahrlost und verfallen. Da ich in diesem Haus im Herbst 1989 nicht freiwillig einige Stunden in einem Raum verbrachte, betrat ich vorsichtig diese Ruine. Ich konnte gefahrlos in den ersten Stock hochsteigen, fand auch das Zimmer, in dem ich damals stark bewacht saß. Es war nicht wiederzuerkennen. Der Verputz fiel von der Decke, Fensterscheiben waren zerbrochen. Wenn ich damals gesagt hätte, dass hier in einigen Jahren nur Mäuse und anderes Ungeziefer hausen würden, hätte man mich sofort in eine geschlossene Anstalt eingewiesen. So wurde ich nur verwarnt und durfte nach einigen Stunden das Haus wieder verlassen. Dass ich es in diesem verwahrlosten Zustand nochmals betreten würde – es wäre mir damals nicht im Traum eingefallen.
Ja, so schnell kann es gehen und aus einem scheinbar stabilen diktatorischen Staatsgebilde wird eine durchaus lebenswerte Demokratie. Denn trotz aller momentanen finanziellen Probleme der heutigen Zeit ist Ungarn ein wunderbares Land, in dem zu leben durchaus Freude macht.
Euer
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Kommentare
Ihre Berichte sind für mich immer sehr interessant, da meine Wurzeln im ungarischen Teil des Burgenlandes liegen. Ich versuche immer, so viel wie möglich davon mitzubekommen. Meine Urgroßeltern Znidarsic wohnten in Ödenburg am Kornmarkt und so besuchte
ich diese herrliche Stadt im Winter 2003 von Eisenstadt kommend bei strengstem Winter mit Schneetreiben. Ich fühlte mich sofort heimisch und fand auch hoch zu St. Michael, wo meine Urgroßeltern getraut wurden. Amüsiert hat mich am Ödenburger Bahnhof 2 Holz-
buden, wo je 2 Ungarn und 2 Österreicher saßen und auf die Pässe schauten. Ich war nahe dran, diese anzupflaumen und zu fragen
was die doppelte Kontrolle soll. Es gab nämlich innerhalb des Bahnhofs Holzhäuschen zur Kontrolle und soweit ich mich erinnere,
noch einen Auslandsbahnste ig. Gott sei Dank ist dieser Unfug jetzt vorbei! Schade ist nur, daß die Region nur wenigen bekannt ist.
Ich wohne hier im Schwabenland nahe Ulm und die Leute schauen mich merkwürdig an, wenn ich von dieser Region erzähle.
Hier gibt es nur noch Kroisbacher. Früher trafen sich diese oft im Kreis Heidenheim. Auch die Landsmannschaft der Donauschwaben
hat keine Mitglieder aus dieser Region und somit kann ich mich über die Gegend mit Keinem unterhalten.
Die Internetseiten zum Thema Ödenburg und Umgebung gefallen mir sehr gut. Weiter so!
Viele Grüße ins Burgenland
Ursula Gerschewski