Am 29. Mai 2009 fand ein historischer Besuch statt: eine Klasse der Grundschule Brennberg kam zu Besuch nach Schattendorf. Schon im Vorjahr kam es zu einer Einladung seitens des Vereins „Kulturinitiative „Aus der Pforte“. Anläßlich einer diesjährigen Bücherübergabe wurde die Einladung nun fixiert und am 29. Mai war es soweit.
 
Die stellvertretende Direktorin der Schule, Frau Zsuzsa Horváth, kam mit drei Begleitpersonen und 21 Kindern zu Besuch. Mit Direktor Josef Bernhardt der Schattendorfer Volksschule wurde ein Programm zusammengestellt, um den ungarischen Gästen unsere Gemeinde näherzubringen. Nachdem die Kinder österreichischen Boden betreten hatten, besuchten sie das Grab von Josef Grössing, dem Buben, der bei den Ereignissen 1927 im Alter von sieben Jahren den Tod fand. Da die Kinder im Durchschnitt nur 2 bis 3 Jahre älter waren als Josef damals, waren sie sichtlich betroffen. Ein Kind in ihrem Alter! Es dauerte einige Zeit, bis wieder eine lebhafte Unterhaltung zustande kam.
Dann wurde auf Einladung der Direktion die Volksschule besichtigt. Es gefiel den Kindern bald, wie ihre Altersgenossen hier unterrichtet wurden. Besonders die Sehhilfe einer stark sehbehinderten Schülerin wurde bestaunt und lautstark kommentiert.
Nachdem alle Klassen besichtigt wurden, in einer Klasse wurden sie mit Liedern empfangen, gabs auf dem Schulhof eine kleine Stärkung. Für die Begleitpersonen wurde im Lehrerzimmer Kaffee und Mehlspeise serviert.
Anschließend stand ein Besuch im Gemeindeamt auf dem Programm. Der Leiter des Gemeindeamtes, Herr Ing. Richard Grasl, informierte die Kinder über die Geschichte der Gemeinde. Auch hier gabs natürlich etwas für den Durst, weiter ging es dann mit einem Rundgang durchs Dorf. Die kleinen und auch die großen Besucher waren sehr beeindruckt. Sie bewunderten die Anlage der Hauptstraße, die Sauberkeit der Häuser und fanden Schattendorf einfach super. Ein Schüler meinte sogar, dass er, wenn er älter sein wird, möchte er gerne hier wohnen. Ein schönes Kompliment, dass von einigen besonderen Beifall fand.
Die Mittagspause wurde auf dem Platz vor dem Gemeindeamt verbracht, es war noch angenehm warm und so fand die Getränkespende vom Getränkevertrieb Maria und Hanspeter Lichtscheidl ungeteilten Beifall. 30 Halbliter-Fläschchen Eistee waren ím Handumdrehen getrunken, die Kinder fanden den Ausflug und seine Begleitumstände einfach super!
Um 13 Uhr kam dann die Überraschung: der Bummelzug mit Walter Stöger auf der Lokomotive! Er brachte die Schar über die Gemeinde Loipersbach zu den Rohrbacher Teichwiesen, einem wunderbar gelegenen Naturschutzgebiet. Leider spielte nun das Wetter gar nicht mehr mit – es wehte ein kalter Wind, das Vergnügen an der Fahrt war dahin. Alle froren, alle wollten so rasch als möglich wieder in einer warmen Umgebung sein.
Nach etwa 20 Minuten waren sie wieder in Schattendorf, und zur allgemeinen Überraschung gabs in der Cafe-Konditorei Emmelschuh für jeden eine Portion Eis. Trotz der Kälte und es heftig einsetzenden Regens! Die Erwachsenen zogen es jedoch vor, sich bei Tee und Kaffee aufzuwärmen. Da es weiterhin in Strömen regnete, wurde kurzerhand eine Fahrgelegenheit organisiert, um Kinder und Begleitung halbwegs trocken nach Agendorf zu bringen. Von dort gings dann wieder mit dem Linienbus zurück nach Brennberg. Ein schöner Ausflug – trotz kaltem Wetter! Die von allen empfundene Wärme kam von den Menschen selbst. Für den Herbst wurde dann eine Schattendorfer Klasse nach Brennberg eingeladen. Und so haben die Herausgeber der „Pforte“ wieder einen Kontakt mehr zu unseren Nachbarn geknüpft.
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Euer rasender Reporter