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Denkmal-Inschrift gesucht Drucken E-Mail
Geschrieben von: Claudia Söder   

Liebe Freunde des Oedenburgerlandes!

Heute erreichte uns eine dringende Bitte von Frau Magdalena Krisch, der Vorsitzenden des Ödenburger Kulturklubs.

Am 24. April 2010 wird in Ödenburg neben der evangelischen Kirche ein Vertreibungsdenkmal errichtet (wir berichteten schon mehrfach darüber), Auftraggeber ist der Deutsche Kulturklub Ödenburg.

Im Moment wird über den Text nachgedacht, der auf diesem Vertreibungsdenkmal stehen soll, die Entscheidung muss bis zum 21.6.2009 fallen. Frau Krisch bittet alle Leser, uns ihre Meinung wissen zu lassen. Angedacht von Seiten des Kulturklubs sind:

1. Vertreibungsdenkmal 1946

2. Mergitur non submergitur

(Taucht unter versinkt aber nicht) Spruch vom Bürgermeister Christoph Lackner (1571-1631). Dieser Ausdruck wurde vom evangelischen Prediger Ludwig Ziermann während der letzten deutschen Konfirmation 1946 gepredigt.

Welcher Text würde Ihnen persönlich besser gefallen?

Oder haben Sie einen anderen Vorschlag? – Lassen Sie uns Ihre Meinung schnellstmöglich wissen, die ersten fünf  Antworten erhalten als kleines Dankeschön einen www.oedenburgerland.de Aufkleber mit dem neuen Logo des Oedenburgerlandes.

denkmal01
Entwurf für das Vertreibungsdenkmal.

Viele Grüsse

Eure Claudia

 

Kommentare

avatar Thomas
0
 
 
Hallo Ihr Aktiven,
für mich als Nichtlateiner ist es nicht einfach den Sinnspruch zu lesen und zu enträtseln, deshalb bin ich da in der Auswahl eingeschränkt.
Ist die Idee zur Inschrift erst ganz jung oder warum jetzt die Eile. Ich denk so was sollte gut überlegt werden.
Danke für die vielen Infos und Aktionen auf eurer Seite
liebe Grüße Thomas
B
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Ich würde vorschlagen:

Mergitur non submergitur

Zum Gedenken an tausende Menschen aus dem Raum Ödenburg/Sopron, die ihrer Heimat verloren haben.

Gruss
Thorsten / Administrator

ps: ich kann mich nur anschliessen, schade, dass es so kurzfristig läuft!
pps: ich bekomme natürlich keinen Aufkleber!
B
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avatar Christina
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Warum den lateinischer Sinnspruch nicht auf deutsch schreiben? Dann verstehen ihn auch die Nichtlateiner (zähle mich dazu).
Oder aber spontan ganz anders:
"Zur Erinnerung an die Vertriebenen 1946"
Herzliche Grüße Christina
B
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avatar Gabi
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Hallo, Claudia

Ich hatte zwar Latein in der Schule (sogar das große Latinum), aber ich könnte den Satz definitiv nicht übersetzen, Da ich die Aussage aber gut finde, würde ich ihn auch übersetzen.

Liebe Grüße
Gabi
B
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avatar Susanne Hubmayer
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Mir gefällt der Spruch sehr gut, aber auch meine Lateinkenntniss e reichen nicht mehr zum Übersetzen.

Ich würde vorschlagen, den Spruch sowohl lateinisch als auch deutsch zu schreiben!

Liebe Grüße - Susanne
B
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Danke an alle, die hier ihre Meinung abgeben.

Bitte denkt dran, dass das Denkmal in Ungarn stehen wird. Natürlich sollte - falls man sich für den lateinischen Spruch entscheidet - dieser sowohl in Latein, als auch in deutsch und selbstverständlich auch in ungarisch dort stehen.

Gruß
Claudia
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avatar Andrea
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Ich finde den lateinischen Text sehr gut - und dann in 3 sprachen - latein, ungarisch, deutsch - das wäre schön

Andrea
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avatar Maria
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Ich würde über so eine Inschrift auch gut nachdenken! Eile ist da fehl am Platz.

"Mergitur non submergitur" finde ich gut - aber das muss übersetzt und erläutert werden.
Gibt es eine alte Verbindung nach Paris (Wahlspruch "fluctuat nec mergitur")?

Ich wünsche Euch eine ruhige Hand beim Überlegen!
B
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avatar Bärbel Günther
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Hallo Frau Söder, der Spruch ist genial - unser allseits geliebter Goethe hätte es nicht besser sagen können. Er muss aber in jedem Fall dreisprachig sein.
Grüße
B. Günther
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avatar Volker
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Ich halte die latainische Variante für sehr ansprechend, wobei die Übersetzung in ungarisch und deutsch nicht fehlen sollte.
Einen Zusatz wie \\"Zur Erinnerung an die Vertriebenen 1946\\" fände ich auch wichtig.

Liebe Grüsse
Volker
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avatar Franz Strobl
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Franz Strobl hat uns seinen Vorschlag per Mail mitgeteilt und nichts gegen eine Veröffentlichung hier:

"Zerrissen - zerbrochen - vertrieben.
Vergeben - nicht vergessen."

Danach würde ich eine Aufzählung der betroffenen Orte vornehmen. Und zuletzt:
Der deutsche Kulturklub Ödenburg

Sehr gut finde ich den Vorschlag, die Inschrift dreisprachig deutsch - ungarisch - kroatisch auszuführen.

Viele Grüsse,
Franz Strobl
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avatar Willy
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Hallo,
auf den Gedenkstein würde ich Mergitur non Submergitur verewigen. Neben den Gedenkstein würde ich in ungarisch und deutsch den Sinn des Gedenksteines und in Inschrift sinnvoll darlegen
Gruß Willy
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avatar Magdalena Krisch
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Hallo an Alle, es hat sich erst heute Nachmittag herausgestellt, dass wir noch ca. 2-3 Wochen Zeit bis zur letzten Entscheidung haben. Die Jury des Fonds für Kunst in Budapest wird erst später für uns einen Termin geben.
Einiges über den lateinischen Spruch: es wäre auch eine Lösung, wenn wir dabei bleiben, dass der Spruch auf dem Denkmal nur latein bleiben wird und wir richten neben dem Denkmal eine Infotaffel (H,DE,EN) wo wir die Übersetzung und Erklärung, evtl. mit kurzem historischen Hintergrund angeben
Wir bedanken uns schon jetzt für die rege Teilnahme.

Magdalena Krisch
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avatar Herr Bochsler
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Hier noch eine Anregung von Herrn Bochsler aus der Schweiz (danke für die Zustimmung, das hier veröffentlichen zu dürfen):

\\"Iniqua numquam regna perpetua manent\\"
Ungerechte Reiche währen nie ewig.. (Verfasser ist wahrscheinlich Lucius Annaeus Seneca d.Jüngere)
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avatar Thomas
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Liebe Freunde von Ödenburg und seiner Umgebung,

Ich finde auch, dass "Mergitur non submergitur" am passendsten ist. Als Alternative würde mir noch das jüdische Sprichwort "Das Geheimnis der Versöhnung ist die Erinnerung" einfallen, aber "Mergitur non submergitur" finde ich für diese Gedenkstätte am passendsten. Mein Vorschlag wäre, die nebenstehende Informationstaf el in den 4 westungarischen und burgenländischen Landessprachen Ungarisch, Deutsch, Burgenlandkroat isch und Romanes zu verfassen; als ein Zeichen der Gleichberechtig ung aller heimischen Volksgruppen und Sprachen.

Aus meinem geschichtlichen Interesse heraus würde mich auch noch interessieren, aus welchem Anlass Christoph Lackner diesen Spruch gesagt hat?

Um welche Uhrzeit findet die Einweihung am 24. statt?

Euer Thomas
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avatar András Krisch
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Mit diesem Spruch meinte Lackner die Kriege im 17 Jh. zwischen den Christen und Türken. Das Kreuz, symbol des Christentums taucht unter, versinkt aber nicht.
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avatar Thomas
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Danke András für die interessante Information!

LG, Tom
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avatar Manfred
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Hallo,
ich finde diese Diskusison sehr interessant, wäre auch dafür, dass es in der Nähe eine Erklärung gibt, damit man etwas mit dem lateinischen Spruch anfangen kann. Mich würde nur interessieren, warum gerade jetzt ein Denkmal eingerichtet wird - 63 bzw. 64 Jahre nach der Vertreibung?

Viele Grüsse aus dem Burgenland

Manfred
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avatar Norbert
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Hallo,

in Anbetracht, dass es um die Kultur und Identität der vertriebenen Menschen geht, halte ich den lateinischen Spruch, wenn er mehrsprachig übersetzt wird, für sehr sinnvoll.

Ein klarer Hinweis, dass das es ein Denkmal für die Vertriebenen von 1946 ist, darf nicht fehlen.

Ich kenne die einzelnen Schicksale der Vertriebenen nicht!!! Dennoch fehlt mir die Darstellung von Schmerz, Leid und Tod, die die Vertreibung gebracht hat. Eventuell sollte man Menschen gedenken die während der Vertreibung gestorben sind (sofern das der Fall war).

Ich stelle mir vor, dass die Menschen damals sehr großes Leid erfahren haben. Ein Erinnern an die gemeinsame, vergangene Kultur und Herkunft scheint mir zu wenig und nicht tief genug zu sein.

Gruß
Norbert
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avatar Krisch András
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Hallo,
ich möchte über das Endergebnis kurz berichten: auf der vorderen Seite des Denkmals wird folgende dreisprachige Inschrift eingemeisselt: Mergitur, non submergitur Alámerül, de el nem süllyed Taucht unter versinkt aber nicht. 1946.
Hintere Seite auch dreisprachig: "Azokra a soproni polgárokra emlékezünk, akiket anyanyelvük vagy nemzetiségük vállalása miatt elqztek hazájukból."
"Wir gedenken jener Ödenburger Bürger, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, weil sie sich zu ihrer deutschen Muttersprache oder deutschen Nationalität bekannt haben."
We call to mind the citizens of Sopron, who were expelled from their homeland, because of their German mother tongue or their German nationality.
Vielen Dank für die Hilfe und Bemerkungen !
Über das genau Program der Einweihung melden wir uns noch.
B
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