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Ödenburg und seine Stadtdörfer
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| Wandorfer Flurnamen |
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Da die Einwohner der Gemeinde Wandorfs Deutsche waren, waren natürlich auch die Flurnamen deutsch. Sie stehen in enger Beziehung der Besiedelung und der Geschichte der Landwirtschaft der Gemeinde. Ungarische Flurnamen tauchen nirgendwo auf, ein weiterer Beweis dafür, dass Wandorf von Anfang an deutsch besiedelt war. Die Bezeichnungen im einzelnen:
In Urkunden und alten Schriften kann man folgende Flurnamen finden:
In dem Grundsteuerkataster aus dem Jahre 1855 kommen folgende Flurnamen vor:
Die Gesamtfläche der Gemarkung betrug 943 Katastral-Joch und 427 Quadratklafter (rund 543 ha).
Nun einiges zu der Bedeutung der Flurnamen: Nachkommen des Aueräcker: könnte von einem Grundbesitzer stammen, sie sind die ältesten Ackerfluren der Gemeinde.. - Bodenkreit: Rodungsland, Kreit-G(e)reut, verwandt mit roden. - Burgstall: wie der Name schon sagt, deutet er auf eine burg hin, hier stand einst eine Schutzburg der Kelten. - Gartenäcker: Sie befinden Sich hinter den Hausgärten. - Hochäcker: höher gelegene Felder. Hundsberg: Nur Mühe zu bestellende Felder. Hetschenschacht-Acker: kommt von den Hetscherin, der suddeutsche Name für Hagebutte. - Hutweiden: dieses Flurstück diente in früheren Zeiten als Viehweide. - Häuserlberg: hat seinen Namen von den an den Bergfuß gebauten kleinen Häuschen. - Hofbreiten: sie waren Äcker, die sich an die Gemarkung anschlossen. - Kiswiesen: ich vermute eher, daß sie richtig Kieswiesen heißen, von dem kiesigen Untergrund. - Krautäcker: in der Nähe des Dorfes gelegen. - Klosterberg: hat seinen Namen von dem alten Kloster. - Kohläcker: dieser Name ist klar verständlich. - Die Löweräcker: an ihnen schließen sich die Löwern an, die sich bereits auf Ödenburger Markung befinden. - Mühläcker: weisen auf die Lage dieser Gemarkung hin. Neuberg: steht in Beziehung mit der veränderten Kultivierung dieser Fluren. - Pauliner- Wald: erinnert an die Pauliner-Mönche und deren Grundbesitz, der zum Kloster gehörte. - Satz: erinnert an den Umbruch in der Bewirtschaftung. - Steinäcker: wie der Name schon sagt, ist hier steiniger Boden. - Waldwiesen: am Rande des Waldes und im Tal des Krebsbaches befindliche Wiesen. - Weingartenäcker: wo in früheren Zeiten Weinreben gepflanzt wurden. Weißbachäcker: Sie haben ihren Namen möglicherweise von einem Lehnherrn, namens Sigismund Weißpriacher (Weispriach, ] Weisprehar, Weysprach, Weisprochar). Er war Obergespan im Komitat Ödenburg um das Jahr 1471. Bei der Nachforschung über die Herkunft dieses Geschlechts bei den heute noch in Kärnten existierenden Gemeinden Weißpriach und Techendorf (am Weißensee) konnte mit Hilfe des Erzbistums Salzburg festgestellt werden, dass es sich um ein altes Adelsgeschlecht aus dem Salzburger-Land handelt. Im Jahre 1507 erscheint das Flurstück unter der Bezeichnung "Weyssenbacher". - Ehren: Dieses Gewann war einst dem Pfarrer und Lehrer zugeteilt. - Zaunäcker: Sie befanden sich hinter dem Gartenzaun. - Mühlwald: An der Mühle gelegener Wald. - Hauswiesen: Zu den einzelnen Höfen gehörende Wiesen.
Quelle: Wandorf - Geschichte und Entwicklung
Die Geschichte und Entwicklung eines ehemaligen Stadtdorfes Ödenburgs Hans Degendorfer , Matthias Ziegler (1991)
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