
Mit großer Dankbarkeit und stillem Respekt nehmen wir Abschied von Theresia Lang, die am 1. April 2026 im Alter von 95 Jahren friedlich eingeschlafen ist.
Theresia Lang wurde am 18. Mai 1930 in Agendorf/Ungarn geboren als Tochter von Andreas Lang und Elisabeth, geborene Lang. Ihre Kindheit war geprägt von den Verhältnissen ihrer Heimatgemeinde Agendorf, in der sie mit ihrer Familie in der Hauptstraße 60 lebte. Die einschneidenden Ereignisse der Vertreibung führten sie gemeinsam mit ihren Eltern und zwei Schwestern vom ersten Agendorfer Transport nach Deutschland. In Lauffen am Neckar fand die Familie schließlich eine neue Heimat.
Früh entschied sich Theresia Lang für einen Weg des Dienens am Menschen. Sie erlernte den Beruf der Krankenschwester und folgte ihrer inneren Berufung als Diakonisse. Mit Hingabe, Fürsorge und unermüdlichem Einsatz widmete sie ihr Leben der Pflege und Begleitung anderer und wurde für viele zu einer unerlässlichen Stütze und Quelle des Trostes.
Trotz aller Veränderungen und Entbehrungen bleib ihre Verbundenheit zu ihrem Heimatort Agendorf stets lebendig. Mehrfach kehrte sie dorthin zurück und engagierte sich mit großem Herzen für den Erhalt der dortigen evangelischen Kirche - ein Ausdruck ihrer tiefen Verwurzelung im Glauben und in ihrer Herkunft.
Theresia Lang durfte auf ein langes, erfülltes Leben zurückblicken, getragen von ihrem Glauben, ihrer Nächstenliebe und ihrer Bescheidenheit. Ihr Wirken und Wesen werden in dankbarer Erinnerung bleiben.
In stillem Gedenken nehmen wir Abschied von einer Frau, die ihr Leben in den Dienst Gottes und der Menschen gestellt hat.

80 Jahre nach der Vertreibung: Gedenkfeiern zur Erinnerung an die deutsche Bevölkerung in Ungarn